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HILFE FÜR HELFER

Spezielle Behandlungsmöglichkeiten in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Akuttagesklinik für Einsatzkräfte

Akuttagesklinik für Polizeibeamte, Beamte in Feuerwehr und Rettungsdienst

Polizeibeamte stehen unter massivem Druck. Die Erwartungen von allen Seiten – Kollegen, Vorgesetzte, Bürger und Medien und nicht zuletzt Politiker aller Parteien – sind hoch, die Unterstützung im Zweifel eher gering und das Image im Alltag weit ab von der positiven Wahrnehmung von TV-Krimihelden.

Hinzu kommen teilweise schwierige Arbeitsbedingungen, etwa Schichtdienste oder besonders belastende Erlebnisse im Dienstalltag bei Einsätzen mit Verletzten oder Toten. In seltenen Fällen muss von der Schußwaffe Gebrauch gemacht werden – mit Konsequenzen, die auch die Beamten belasten.

In der Akuttagesklinik am Neuropsychiatrischen Zentrum ist ein spezielles Behandlungsangebot für die Bedürfnisse von Polizeibeamten und anderen Einsatzkräften entwickelt worden, das rasche und entlastende Hilfe bieten kann, um den Dienst wieder erfolgreich aufnehmen zu können.

Psychisches Trauma

Das Erleben von gefährlichen Situationen bei sich selbst oder Kollegen, Verletzungen und Bedrohungen in vielfältiger Form – aber auch der Kontakt und die Fürsorge für Opfer und Zeugen: All das kann als traumatisches Erleben wahrgenommen werden.

Nach der aktuellen Studienlage (Latscha 2005: Belastungen von Polizeibeamten) haben über 60% aller Polizisten bereits traumatische Situationen im Dienst erlebt. Folge solcher traumatischer Erlebnisse kann die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sein. 

Oft werden psychische Traumata im Alltag überwunden, manchmal braucht es nur eine gute soziale Einbindung in Familie, Kollegenkreis oder mit Freunden. Doch immer öfter sind die Belastungen und Traumatisierungen so schwerwiegend – oder die Regenerationiskräfte schon so erschöpft – dass eine professionelle Unterstützung erforderlich und sinnvoll ist.

Für die professionelle Hilfe braucht es aber eine zielgerichtete und an die besonderen Bedürfnisse von Polizeibeamten angepasste Therapieumgebung. 

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Besondere Stress- und Belastungsfaktoren


Es gibt eine Reihe von Ereignissen, die zu psychischen Traumafolgestörungen führen können.

Tod oder Verletzung eines Kollegen

Gefährdung des eigenen Lebens

Fälle, in denen Kinder die Opfer sind


Hass und Feindseligkeit durch Mitbürger

Arbeitsüberlastung und Bedrohung im Dienst

Wenn solche Ereignisse in einem schwierigen psychischen Moment auftreten, sind die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung nicht mehr ausreichend und es treten Traumafolgestörungen auf. Das bedeutet, es kommt zu depressiven und selbstunsicheren Gefühlen, es treten Schlafstörungen auf, Reaktionen auf Reize werden übermäßig schnell oder besonders heftig ausgeführt, das traumatische Erleben spielt sich immer wieder in den Vordergrund. 

Die Belastung durch diese Symptome und Beschwerden ist immens – und die Bereitschaft, sich damit an Freunde, Kollegen oder Vorgesetzte zu wenden, ist meist sehr gering. Man will keine Schwäche zeigen. Das ist aber Unsinn – zum einen gibt es in schwerwiegenderen Fällen keine Heilung von selbst (Zeit heilt eben nicht alle Wunden) und zum anderen ist die Zeit, in der man leidet, einfach nur verlorene Lebenszeit. 

Stress, Burnout und Depression

Psychische Belastungen im Polizeialltag

Nicht nur die traumatische Störungen sind im Polizeialltag ein Thema, sondern noch viel häufiger und mindestens genauso bedeutsam ist der alltägliche Stress, die alltägliche Belastung und deren Folgen. 

Schichtdienst, schwierige Erwartungen von Bürgern und Politikern, die Anforderungen von Vorgesetzten und Kollegen – all das führt im Polizeitalltag schnell zum Gefühl der Überlastung, Überforderung und schließlich zu stressbedingten Gesundheitsstörungen.

Diese können sich als Depressionen, aber auch als Angststörungen äußern. Auch körperliche Beschwerden wie chronische Schmerzen und nicht erklärbare Erschöpfung sind nicht selten. 

Symptome und Zeichen eines Burnouts

Frühwarnzeichen

  • rasche Müdigkeit schon nach geringen Anstrengungen
  • erhöhter Energieaufwand für übliche Anforderungen
  • Schlafbeschwerden
  • Probleme beim Abschalten
  • gehäufte Infekte
  • Gefühl von innerer Leere
  • (zunächst berufsbezogen) zunehmende Gereiztheit und Anspannung
  • Rückzug von privaten Interessen und Kontakten

Verlaufssymptome

  • reduzierte Arbeitsqualität
  • Zynismus und innere Abwehr
  • Lustlosigkeit
  • Interessenlosigkeit
  • depressive Stimmung
  • Ängste
  • ausbleibende Erholung etwa nach einem Wochenende oder den Ferien
  • massive Schlafstörungen
  • körperliche Beschwerden, etwa unklare Schmerzen

Spätsymptome

  • deutliche Resignation 
  • Frustration 
  • emotionale Erschöpfung („völlig emotionslos“)
  • keinerlei Erholungsfähigkeit 
  • Leistungsfähigkeit sinkt ab bis zur Dienstunfähigkeit
  • vollkommener Rückzug auch von privaten Kontakten oder Interessen 
  • Auftreten behandlungsresistenter körperlicher Symptome, vor allem Schmerzen oder Magen-Darm-Probleme

Therapeutisches Angebot

In unserer Akuttagesklinik ist ein spezielles Behandlungsangebot für die Bedürfnisse von Polizeibeamten (und verwandten Berufsgruppen mit ähnlichen Problemen) entwickelt worden.

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Schnelle Aufnahme

Aufnahmegespräch in der Regel innerhalb von 2-3 Werktagen. Aufnahme zur Behandlung spätestens nach 10 Werktagen.

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Moderne Verfahren

Einsatz aktueller wissenschaftlich belegter Modelle von Achtsamkeit, Akzeptanz und Aktivität
Gute Stabilisierung innerhalb kurzer Zeit.

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Individuelle Begleitung

Begrüßung bei Aufnahme vom individuell begleitenden Leit-Therapeuten. Schnelle Entstehung eines einzigartigen Beziehungskonzepts.

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Einzel- und Gruppensitzung

Kombination  aus Einzel- und Gruppentherapien schafft synergistische Wirkung für spezifische Belastungen und Beschwerden.

KONTAKT AUFNEHMEN

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