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Erschöpfungs-syndrome und Burnout bei Lehrern

Endlich wieder eine Perspektive finden

Burnout ist keine Krankheit – Burnout ist eine Reaktion auf Lebens- und Umweltbedingungen, die sich dann in vielen Krankheiten und Symptomen äußern kann. Das sind oft depressive Störungen, Schlafstörungen, Schmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden. Aber auch zahlreiche andere Beeinträchtigungen können auftreten. Besonders Lehrer/Lehrerinnen sind eine Berufsgruppe, die von Burnout betroffen sind. Das hat viele Gründe, ist nachvollziehbar und gut belegt. Aber es ist nicht schicksalhaft. Wenn Sie selbst das Gefühl haben, einem Burnout zum Opfer zu fallen oder eine Kollegin/ einen Kollegen kennen, bei dem das der Fall sein könnte, dann tun Sie was. 

Lehrer sind sehr oft betroffen

Burnout und Erschöpfungssyndrome sind häufig

60%

Fast zweidrittel aller Lehrer und Lehrerinnen fühlt sich im Lauf der Berufsjahre selbst von einem Burnout bedroht.

25%

Ein Viertel aller Lehrer und Lehrerinnen hat in einer Stichtagsbefragung angegeben, jetzt aktuell einem Burnout nahe zu sein

7%

Bis zu 7% der Lehrer und Lehrerinnen erleidet tatsächlich einmal in der Berufslaufbahn eine so ausgeprägte Burnout-Symptomatik, dass sie deswegen krank geschrieben werden müssen

Hilfe

Professionelle Hilfe und Therapie kann im Vorfeld helfen und bei einem manifesten Burnout die einzige echte Perspektive schaffen

Burnout als Begriff wurde in den 1970er von Freudenberg und Kollegen, einem deutschstämmigen Arzt und Psychotherapeut in New York verwendet. Hiermit wurde die emotionale Überlastung von ehrenamtlichen Helfern in der öffentlichen Gesundheitsversorgung für Arme bezeichnet. Freudenberg hatte eine klare Reihenfolge von Entwicklungsstufen gesehen – von Engagement über Abstumpfung bis zu Zynismus im Affekt und zahlreichen psychischen und somatischen Beschwerden. Die Psychologin Maslach und viele andere haben dann an diesem Konzept weitergearbeitet und es ausgedehnt auf alle anderen sozialen Berufe, schließlich auf Manager und Leitungskräfte und irgendwann von der individuellen Berufsgruppe völlig losgelöst. 

Eine entsprechende Symptomatik ist aber nicht neu. Schon in den 1910er wurde von Wichmann in Kassel ein Symptomkomplex beschrieben, der bei Lehrern besonders gehäuft auftreten würde und sich durch psychische und körperliche Zeichen, besonders aber Erschöpfung, Schmerzen, Schlafstörungen etc. auszeichne. Diese Symptomatik wurde zu dieser Zeit als "Neurasthenie der Lehrer" bezeichnet. Noch heute sind viele gemeinsame Aspekte in der Befundbeschreibung der Neurasthenie und des Burnout erkennbar. Und noch heute ist erkennbar, dass Lehrer besonders betroffen sind von diesen Symptomen und Beschwerden – aber auch, dass ihnen mit einer speziellen Therapie auch gut geholfen werden kann. 

Burnout-Situation bei Lehrern

Verlauf eines Burnout

Ein Burnout verläuft immer schleichend. Langsam finden sich Zeichen der Überlastung und emotionalen Überforderung, dann die eine oder andere Situation, in der es zu ungewöhnlichen Verhaltensmustern kommt, etwa dass "der Kragen platzt". Über Monate und Jahre werden Beschwerden immer deutlicher, die Zeit, die für eine Erholung genutzt werden kann, wird immer länger. Reichte früher das Wochenende aus, um wieder fit zu sein, sind jetzt selbst die großen Ferien zu kurz. 

Der Lehrerberuf ist einer der "gebenden" Berufe – es wird nur selten und nie gesichert etwas zurückgegeben. Das macht es so problematisch und gleichzeitig kostet es soviel Energie. Fehlende Kompensationsmechanismen führen letztlich zum Auftreten der Überlastung und dann zu psychischen und körperlichen Symptomen. Sind diese erst einmal manifest, ist eine oftmals lange andauernde Behandlung und lange Krankschreibung erforderlich. 

Frühwarnzeichen

Jetzt ist eine Hilfe noch schnell und sicher erfolgreich

- rasche Müdigkeit schon nach geringen Anstrengungen
- erhöhter Energieaufwand für „übliche“ Anforderungen
- Schlafbeschwerden
- Probleme beim „Abschalten“
- gehäufte Infekte Gefühl von innerer Leere
- (zunächst berufsbezogen) zunehmende Gereiztheit und Anspannung
- Rückzug von privaten Interessen und Kontakten

Im Verlauf auftretende Symptome

Es kann Hilfe noch sehr kurzfristig effektiv sein

- reduzierte Arbeitsqualität
- Zynismus und innere Abwehr
- Lustlosigkeit
- Interessenlosigkeit
- depressive Stimmung
- Ängste
- ausbleibende Erholung etwa nach einem Wochenende oder den Ferien
- massive Schlafstörungen
- körperliche Beschwerden, etwa unklare Schmerzen

Spätsymptome

Jetzt ist es "fünf vor zwölf" - oder schon danach 

- deutliche Resignation
- Frustration
- emotionale Erschöpfung („völlig emotionslos“)
- keine Erholungsfähigkeit
- mehr berufliche
- Leistungsfähigkeit sinkt ab bis zur Dienstunfähigkeit
- vollkommener Rückzug auch von privaten Kontakten oder Interessen
- Auftreten behandlungsresistenter körperlicher Symptome, vor allem Schmerzen oder Magen-Darm-Probleme

Tun Sie etwas.... JETZT !

Burnout ist nicht zwingend, die Folgen sind nicht unvermeidlich

Selbsthilfe

Eine große Anzahl von Selbsthilfe-Anleitungen ist verfügbar: Bücher, Online-Anleitungen, Videos etc. 
Wenn Sie sich noch in einem frühen Stadium des Burnout-Prozesses befinden, kann das sehr hilfreich und völlig ausreichend sein. Das kann aber schon früh im Burnout-Prozess als zusätzliche Überforderung erlebt werden.

Coaching

Die angeleitete, aber nicht psychotherapeutische Unterstützung bei der Umsetzung von neuen Denk- und Verhaltensmustern kann den Burnout-Prozess oftmals auch dann noch stoppen, wenn die Selbsthilfe allein schon nicht mehr reicht. Hier ist aber ein erfahrener Coach erforderlich, sonst geht mehr kaputt als gerettet wird. 

Psychotherapie

Sind bereits psychische oder psychosomatische Beschwerden so ausgeprägt, dass die Krankschreibung droht (oder schon besteht), dann ist ohne Zweifel eine Psychotherapie angebracht. Allerdings muss dann auch das richtige Konzept in der Therapie umgesetzt werden, damit schnell und dauerhaft  eine Leistungsfähigkeit erreicht wird.

Tagesklinik

Während aus unserer Erfahrung die vollstationäre Klinikbehandlung eher ungünstig und nur in seltenen Fällen wirklich erforderlich ist, kann eine Tagesklinik mit Einzel- und Gruppentherapie, begleitenden Ansätzen und entlastender Strukturgebung sehr wirksam sein. Aber auch hier gilt, dass das Konzept auf Lehrer wirklich passen muss. 

So einfach geht es

Vorgespräch

Nach einer Zuweisung durch Ihren Hausarzt, Nervenarzt, Psychiater oder Psychotherapeuten führen wir kurzfristig in der Regel innerhalb von 2 Werktagen ein Vorgespräch durch, in dem wir mit Ihnen die Möglichkeiten und Grenzen einer tagesklinischen Behandlung besprechen

Behandlungsplan

Wenn die Tagesklinik am NPZ für Sie eine gute Behandlungsoption darstellt, erstellen wir nach dem Vorgespräch für Sie einen individuellen Behandlungsplan mit Einzel- und Gruppentherapien, mit Übungen und Aufgaben und Zielen

Kostenübernahme

Die Tagesklinik am NPZ ist eine Privattagesklinik – Patienten mit privater Krankenversicherung können jederzeit aufgenommen werden. Für Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung ist die Kostenübernahme zu klären. Wir unterstützen Sie dabei und helfen mit der Krankenkasse. 

Kontakt und Informationen

Wenn Sie weitere Informationen wünschen – auch für Ihren Arzt oder Therapeuten – füllen Sie das Formblatt aus. Wir behandeln Ihre Eingaben und Anfragen streng vertraulich, geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie dazu auch gern unsere Datenschutzerklärung.