site creator

Polizei

Polizeibeamte stehen unter einem massiven Druck. Die Erwartungen von allen Seiten – Kollegen und Vorgesetzte, Bürger und Medien und nicht zuletzt Politiker aller Parteien – sind hoch, die Unterstützung im Zweifel eher gering und das Image im Alltag weit ab von der positiven Wahrnehmung von TV-Krimihelden.



Psychisches Trauma bei Polizisten

Das Erleben von gefährlichen Situationen bei sich selbst oder Kollegen, Verletzungen und Bedrohungen in vielfältiger Form – aber auch der Kontakt und die Fürsorge für Opfer und Zeugen: All das kann als traumatisches Erleben wahrgenommen werden.

Nach der aktuellen Studienlage haben über 60% aller Polizisten bereits traumatische Situationen im Dienst erlebt. Oft werden solche psychische Traumata im Alltag überwunden, manchmal braucht es nur eine gute soziale Einbindung in Familie, Kollegenkreis oder mit Freunden. Doch immer öfter sind die Belastungen und Traumatisierungen so schwerwiegend – oder die Regenerationiskräfte schon so erschöpft – dass eine professionelle Unterstützung erforderlich und sinnvoll ist.

Für die professionelle Hilfe braucht es aber auch eine zielgerichtete und an die besonderen Bedürfnisse von Polizeibeamten angepasste Therapieumgebung.  

Posttraumatische Belastungsstörung

Es gibt eine Reihe von Ereignissen, die zu psychischen Traumafolgestörungen führen können, wie es das Extrembild der Posttraumatischen Belastungsstörung zeigt. Etwa

- Tod oder Verletzung von Kollegen

- eigene Verletzung und Gefährdung von Leben und Gesundheit

- Bedrohung im Dienst

- Hass und Feindseligkeit von Bürgern

- Kinder als Opfer von Verbrechen


Wenn solche Ereignisse in einem schwierigen psychischen Moment kommen, dann sind die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung nicht mehr ausreichend und es treten Traumafolgestörungen auf. Das bedeutet, es kommt zu depressiven und selbstunsicheren Gefühlen, es treten Schlafstörungen auf, Reaktionen auf Reize werden übermäßig schnell oder besonders heftig ausgeführt, das traumatische Erleben spielt sich immer wieder in den Vordergrund, und so weiter und so weiter.  Die Belastung durch solche Symptome und Beschwerden ist immens – und die Bereitschaft, sich damit an Freunde, Kollegen oder Vorgesetzte zu wenden, ist sehr gering. Man will keine Schwäche zeigen. Das ist aber Unsinn – zum einen gibt es in schwerwiegenderen Fällen keine Heilung von selbst (Zeit heilt eben nicht alle Wunden) und zum anderen ist die Zeit, in der man leidet, einfach nur verlorene Lebenszeit. In manchen Situationen verdichten sich die Symptome so sehr, dass es sogar für den einzelnen nicht mehr auszuhalten scheint und man über Suizid nachdenkt oder das sogar ausführt.  

Therapeutisches Angebot

In der Akuttagesklinik am Neuropsychiatrischen Zentrum ist ein spezielles Behandlungsangebot für die Bedürfnisse von Polizeibeamten (und anderen Berufsgruppen mit ähnlichen Problemen) entwickelt worden
Schnelle Aufnahme
Innerhalb weniger Tage kann die Behandlug teilstationär beginnen 

Das Konzept der Akuttagesklinik bedeutet, dass schon das Aufnahmegespräch in der Regel innerhalb von 2-3 Werktagen durchgeführt werden kann, die Aufnahme zur Behandlung dann in längstens 10 Werktagen erfolgt.

Moderne Therapieverfahren
Achtsamkeits- und Akzeptanzbasierte Therapieansätze lassen gute Ergebnisse erwarten

Wir setzen hier durchweg Therapiekonzepte ein, die auf den aktuellen wissenschaftlich belegten Modellen von Achtsamkeit, Akzeptanz und Aktivität beruhen. Dadurch erreichen wir eine gute Stabilisierung in kurzer Zeit.

Individuelle Begleitung
Wir arbeiten nur mit einer kleinen Zahl an Patienten – so können wir jedem Patienten eine individuelle Begleitung sichern

Jeder Patient wird bei der Aufnahme von einem Leit-Therapeuten begrüßt und für die Zeit der Behandlung hier von diesem Therapeuten unterstützt. Dadurch entsteht schnell ein einzigartiges Beziehungskonzept.

Einzel- und Gruppentherapien
Die richtige Kombination für die entsprechenden Beschwerden und Belastungen

Die bei uns eingesetzten Einzel- und Gruppentherapien werden in einer speziellen Kombination zusammengefügt, um für die entsprechenden Symptome und Beschwerden eine synergistische Wirkung zu schaffen.

Stress, Burnout und Depressionen

Psychische Belastungen im Polizeialltag

Nicht nur die posttraumatischen Störungen sind im Polizeialltag ein echtes Thema, sondern noch viel häufiger und mindestens genauso bedeutsam der alltägliche Stress, die alltägliche Belastung und letztlich die Folgen.

Das sind oft der Schichtdienst, die schwierigen Erwartungen von Bürgern und Politikern, die Anforderungen von Vorgesetzten und Kollegen – all das führt schnell zu dem Gefühl der Überlastung, Überforderung und zu stressbedingten Gesundheitsstörungen. Das können Depressionen sein, aber auch Angststörungen oder körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Erschöpfung sind nicht selten. 

Eine gute Versorgung von speziellen Themen wie 


- Depressionen

- Burnout-Folgen

- Angststörungen


bei Polizeibeamten (und Patienten in ähnlichen Berufen) erfordert nach unserer Erfahrung auch spezielle Angebote. In der Akuttagesklinik haben wir Konzepte entwickelt, um auch bei solchen psychischen Störungen eine rasche und entlastende Hilfe zu bieten.  

Symptome und Zeichen eines Burnouts

Frühwarnzeichen

Jetzt ist eine Hilfe noch schnell und sicher erfolgreich

- rasche Müdigkeit schon nach geringen Anstrengungen
- erhöhter Energieaufwand für „übliche“ Anforderungen
- Schlafbeschwerden
- Probleme beim „Abschalten“
- gehäufte Infekte Gefühl von innerer Leere
- (zunächst berufsbezogen) zunehmende Gereiztheit und Anspannung
- Rückzug von privaten Interessen und Kontakten

Im Verlauf auftretende Symptome

Es kann Hilfe noch sehr kurzfristig effektiv sein

- reduzierte Arbeitsqualität
- Zynismus und innere Abwehr
- Lustlosigkeit
- Interessenlosigkeit
- depressive Stimmung
- Ängste
- ausbleibende Erholung etwa nach Wochenende, Dienstfrei oder Urlaub 
- massive Schlafstörungen
- körperliche Beschwerden, etwa unklare Schmerzen

Spätsymptome

Jetzt ist es "fünf vor zwölf" - oder schon danach 

- deutliche Resignation
- Frustration
- emotionale Erschöpfung („völlig emotionslos“)
- keine Erholungsfähigkeit
- mehr berufliche
- Leistungsfähigkeit sinkt ab bis zur Dienstunfähigkeit
- vollkommener Rückzug auch von privaten Kontakten oder Interessen
- Auftreten behandlungsresistenter körperlicher Symptome, vor allem Schmerzen oder Magen-Darm-Probleme

Vorgespräch

Nach einer Zuweisung durch Ihren Hausarzt, Nervenarzt, Psychiater oder Psychotherapeuten führen wir kurzfristig in der Regel innerhalb von 2 Werktagen ein Vorgespräch durch, in dem wir mit Ihnen die Möglichkeiten und Grenzen einer tagesklinischen Behandlung besprechen

Behandlungsplan

Wenn die Tagesklinik am NPZ für Sie eine gute Behandlungsoption darstellt, erstellen wir nach dem Vorgespräch für Sie einen individuellen Behandlungsplan mit Einzel- und Gruppentherapien, mit Übungen und Aufgaben und Zielen

Kostenübernahme

Die Tagesklinik am NPZ ist eine Privattagesklinik – Patienten mit privater Krankenversicherung / Beihilfe können jederzeit aufgenommen werden. Für Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung ist die Kostenübernahme zu klären. Wir unterstützen Sie dabei und helfen mit der Krankenkasse.