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Chronische depressive Störungen behandeln

Fast 20% aller rezidivierenden depressiven Störungen führen zu einer Chronifizierung

Depressionen sind ein großes Problem in unserer Gesellschaft geworden – viele Menschen sind in ihrem Leben mindestens einmal von einer echten Depression betroffen. Oft ist die Behandlung durch niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten erfolgreich, manchmal muss eine stationäre Behandlung angetreten werden. Doch bei einem Anteil der Betroffenen wird auch mit Anwendung vieler therapeutischer Maßnahmen keine deutliche und langdauernde Verbesserung erreicht. Besondere Maßnahmen sind dann sinnvoll – sowohl psychotherapeutisch als auch mit der Behandlung durch biologische spezielle Maßnahmen. In der Akuttagesklinik am NPZ halten wir eine Reihe von solchen Behandlungsangeboten für Patienten mit chronischer Depression bereit. 

Können wir auch Ihnen helfen?

Wir sind für Sie bereit. Natürlich können und wollen wir keine Psychotherapie oder Behandlung über Frage-Formulare und Antwort-Mails durchführen. Aber für einen ersten Kontakt kann es hilfreich sein, wenn Sie sich an uns wenden und Ihr Problem schon mal schildern. Vielleicht finden wir im Neuropsychiatrischen Zentrum eine neue Perspektive für Sie.

Intensive Therapie

Eine intensivierte Therapie mit Gruppen- und Einzeltherapien und einem innovativen und sehr konzentrierten Setting über 3 Wochen Tagesklinik

rTKMS

Mit Magnetwellen wird das Gehirn an den entscheidenden Stellen stimuliert – die Nervenzellen lernen wieder, wie "glücklich sein" biologisch geht und das ohne Chemie

MAC-cbt

Wir haben die achtsamkeitsbasierte MAC-cbt an das wirksame CBASP-Konzept, mit dem chronifizierte depressive Störungen behandelt werden können, angepasst.

rTKMS - kann auch helfen, wenn scheinbar nichts mehr hilft!

Seitdem in den 1920er Jahren mit Magnetspulen am Gehirn "merkwürdige" Effekte erzielt worden sind, hat sich viel getan. Elektronisch gesteuerte und kontrollierte Magnetimpulse werden von hochkomplexen Geräten am Kopf erzeugt - Transkranielle Magnetstimulation. Diese Magnetwellen, wie wir sie heute einsetzen, führen zu einer schonenden Aktivierung von Nervenzellen und sind weltweit vielfach in Anwendung. Egal ob zur Diagnostik bei Schlaganfällen oder Verletzungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) oder zur Behandlung von Depressionen oder Angst- und Zwangsstörungen.  

Gerade für die Anwendung bei chronifizierten Depressionen ist die repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTKMS) wirksam. So wirksam, dass die strenge amerikanische amtliche Medizinüberwachung FDA eine offizielle Zulassung für diese Anwendung erteilt hat. Viele Studien zeigen, dass hilfreiche Effekte damit erreicht werden können. Gleichzeitig ist die rTKMS ein schonendes Verfahren und sehr gut verträglich. 

Auch in der deutschen Behandlungsleitlinie zur Depression wird die rTKMS als wirksames und hilfreiches Verfahren aufgeführt. 

Magnetfelder - positive Stimulation für das Gehirn

Die wiederholte Stimulation des Gehirns mit schmerzfreien und unschädlichen Magnetfeldern an definierten Stellen führt dazu, dass der Stoffwechsel von Nervenzellen angeregt wird und neue Verbindungen (Synapsen) entstehen können. Durch die aktiveren Nervenzellen werden auch in anderen Regionen als denen, die man unmittelbar mitd er Magnetstimulation erreichen kann, Effekte induziert. 
Die Magnetstimulation erfolgt so, dass eine Spule mit einem Haltearm außen über dem Kopf an einer vorher genau festgelegten Stelle angebracht wird. Die Patienten sitzen entspannt in einem Liegesessel. Dann werden die Magnetfelder ausgelöst, die auf die Nervenzellen wirken. Nach etwa 15-20 Minuten ist die Behandlung abgeschlossen. Eine Nachsorge ist nicht nötig. In der Regel muss die Behandlung 10-15 mal durchgeführt werden, also täglich einmal für etwa 2-3 Wochen, um eine gute Aussicht auf Erfolg zu bieten.  
Die Behandlung mit TKMS wird zurzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nur auf Einzelantrag hin übernommen, sodass zunächst eine Abrechnung gegenüber dem Patienten nach Gebührenordnung für Ärzte erfolgt. Bei Privaten Krankenversicherugen ist eine Kostenerstattung in der Regel unproblematisch. 

MAC-cbt: modernes Psychotherapie-Verfahren

spzielle Ansätze für Patienten mit Depressionen

Mindfulness - Achtsamkeit

Die Anwendung von Regeln der Achtsamkeit ist eine der wesentlichen Bausteine in unserem Therapie-Verständnis. Durch das Erlernen von ganz einfachen Techniken, die achtsame Wahrnehmung erlauben, fördern und fordern, erreichen unsere Patienten eine gute Basis für therapeutische Erfolge. Achtsamkeit ist gewissermaßen das Fundament des Alltags, das man beherrschen sollte. 

Acceptance - Akzeptanz

Der zweite Baustein bei der Bewältigung tiefsitzender psychischer Beeinträchtigungen, insbesondere bei chronischen Depressionen, aber auch bei Traumata oder Ängsten, ist nach unserem therapeutischen Verständnis noch nicht die Lösung, sondern erst einmal die Akzeptanz. Dann kann es weitergehen und eine echte Veränderung beginnen.

Commitment – Aktivität

Die abschließende Ebene bei der Bewältigung von psychischen Problemen ist das aktive Handeln. Das ist eine Art "Lösung", die sich oft als Änderung der Perspektive, als Entwicklung von neuem Denken oder als Befreiung von unglücklich machenden Annahmen äußern kann. Patienten haben es oft schwer, weil sie mit Aktivitäten anfangen wollen – ohne vorher Achtsamkeit und Akzeptanz eingesetzt zu haben.