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BURNOUT UND ERSCHÖPFUNGSSYNDROME

Endlich wieder eine Perspektive finden

Burnout ist keine Krankheit – Burnout ist eine Reaktion auf Lebens- und Umweltbedingungen, die sich in vielen Krankheiten und Symptomen äußern kann.

Burnout wurde als Begriff in den 1970er-Jahren von Herbert Freudenberger, einem deutschstämmigen Arzt und Psychotherapeuten und Kollegen in New York verwendet. Damit wurde die emotionale Überlastung von ehrenamtlichen Helfern in der öffentlichen Gesundheitsversorgung bezeichnet.

Freudenberger hatte eine klare Reihenfolge von Entwicklungsstufen ausgemacht – von Engagement über Abstumpfung bis zu Zynismus im Affekt und zahlreichen psychischen und somatischen Beschwerden.

Die Psychologin Christina Maslach und viele weitere haben anschließend an diesem Konzept weitergearbeitet. Die Betrachtungen wurden ausgedehnt auf alle anderen sozialen Berufe, auf Manager und Leitungskräfte und schließlich wurden sie von sämtlichen individuellen Berufsgruppen losgelöst. 

Die entsprechende Symptomatik war aber nicht neu. Schon in den 1910er-Jahren wurde von Sanitätsrat Wichmann in Kassel ein Symptomkomplex beschrieben, der bei Lehrern besonders gehäuft auftreten und sich durch psychische und körperliche Zeichen, besonders aber Erschöpfung, Schmerzen, Schlafstörungen etc. auszeichnen würde.

Die Symptomatik wurde zu dieser Zeit als "Neurasthenie der Lehrer" bezeichnet. Noch heute sind viele gemeinsame Aspekte in der Befundbeschreibung der Neurasthenie und des Burnout erkennbar.

Und noch heute ist erkennbar, dass z.B. Lehrer besonders von diesen Symptomen und Beschwerden betroffen sind – aber auch, dass ihnen mit einer speziellen Therapie gut geholfen werden kann. 

VERLAUF EINES BURNOUT

Ein Burnout verläuft immer schleichend. Langsam finden sich Zeichen der Überlastung und emotionalen Überforderung, dann die eine oder andere Situation, in der es zu ungewöhnlichen Verhaltensmustern kommt, etwa dass einem "der Kragen platzt". Über Monate und Jahre werden Beschwerden immer deutlicher, die Zeit, die für eine Erholung genutzt werden müsste, wird immer länger. Reichte früher das Wochenende aus, um wieder fit zu sein, sind jetzt selbst die großen Ferien zu kurz.
Fehlende Kompensationsmechanismen führen letztlich zum Auftreten der Überlastung und dann zu psychischen und körperlichen Symptomen. Sind diese erst einmal manifest, ist eine oftmals lange andauernde Behandlung und lange Krankschreibung erforderlich.

Frühwarnzeichen

  • rasche Müdigkeit schon nach geringen Anstrengungen
  • erhöhter Energieaufwand für übliche Anforderungen
  • Schlafbeschwerden
  • Probleme beim Abschalten
  • gehäufte Infekte
  • Gefühl von innerer Leere
  • (zunächst berufsbezogen) zunehmende Gereiztheit und Anspannung
  • Rückzug von privaten Interessen und Kontakten

Verlaufssymptome

  • reduzierte Arbeitsqualität
  • Zynismus und innere Abwehr
  • Lustlosigkeit
  • Interessenlosigkeit
  • depressive Stimmung
  • Ängste
  • ausbleibende Erholung etwa nach einem Wochenende oder den Ferien
  • massive Schlafstörungen
  • körperliche Beschwerden, etwa unklare Schmerzen

Spätsymptome

  • deutliche Resignation 
  • Frustration 
  • emotionale Erschöpfung („völlig emotionslos“)
  • keinerlei Erholungsfähigkeit 
  • Leistungsfähigkeit sinkt ab bis zur Dienstunfähigkeit
  • vollkommener Rückzug auch von privaten Kontakten oder Interessen 
  • Auftreten behandlungsresistenter körperlicher Symptome, vor allem Schmerzen oder Magen-Darm-Probleme

LEHRER SIND SEHR OFT BETROFFEN

Besonders Lehrkräfte sind eine Berufsgruppe, die von Burnout und Erschöpfungssyndromen betroffen sind. Das hat viele Gründe, ist nachvollziehbar und gut belegt.

60%

Fast zwei Drittel aller Lehrkräfte fühlen sich im Lauf der Berufsjahre selbst von einem Burnout bedroht.

25%

Ein Viertel aller Lehrkräfte hat in einer Stichtagsbefragung angegeben, aktuell einem Burnout nahe zu sein.

7%

Bis zu 7% der Lehrkräfte erleiden tatsächlich einmal in der Berufslaufbahn eine so stark ausgeprägte Burnout-Symptomatik, dass sie deswegen krank geschrieben werden.

100%

Professionelle Hilfe und Therapie kann im Vorfeld helfen und bei einem manifesten Burnout die einzige echte Perspektive schaffen.

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